
Brandschutz im Büro
Büromöbel müssen bequem und funktional sein, gut aussehen und zum Raumkonzept passen. In Bereichen mit verschärften Brandschutzauflagen kommt noch ein weiteres Kriterium hinzu: Schwerentflammbarkeit, um eine mögliche Brandgefahr zu minimieren. Deshalb ist das Thema Brandschutz – insbesondere im Bereich der Sitzmöbel – ein fester Bestandteil unserer Büroraumplanung. Im Folgenden erfahren Sie mehr darüber, wann das Thema relevant ist, was hinter den gängigen Normen steckt und wie wir Sie dabei unterstützen, die passenden Stühle für Ihr Büro zu finden.
Wo Brandschutz im Büro eine besondere Rolle spielt
Im klassischen Büroalltag mit normaler Ausstattung reicht meist die Grundausstattung an Feuerlöschern, wie sie die Arbeitsstättenregel vorsieht. Denn Büroarbeit zählt zur sogenannten normalen Brandgefährdung. Typische Brandquellen sind hier elektrische Geräte wie Computer oder Kopierer. Anders sieht es in Büros oder Räumen aus, in denen sich viele Menschen aufhalten oder die als Rettungswege dienen. Dort verlangen Bauordnungen, Brandschutzkonzepte oder Vermieter häufig schwer entflammbare Möbel als Präventionsmaßnahme. Das betrifft zum Beispiel:
- Empfangs- und Wartebereiche mit viel Publikumsverkehr
- Konferenz- und Schulungsräume mit hoher Stuhlanzahl
- Flure und Bereiche entlang von Flucht- und Rettungswegen
- Raum-In-Raum Systeme und Trennwandlösungen
- Öffentliche oder medizinische Einrichtungen
Wenn Sie unsicher sind, ob Sie schwer entflammbare Möbel einsetzen müssen, empfehlen wir Ihnen einen Blick in das Brandschutzkonzept Ihres Gebäudes oder in die Ausschreibungsunterlagen. Dort steht in der Regel, ob und in welchem Umfang schwer entflammbare Möbel gefordert sind.
Was steckt hinter den Normen?
In Ausschreibungen taucht häufig die Forderung nach „B1-zertifizierten“ Stühlen auf. Tatsächlich ist B1 nach DIN 4102 eine Baustoffnorm für einzelne Materialien wie Dämmstoffe oder Bodenbeläge. Für Polstermöbel, die aus mehreren Materialien im Verbund bestehen, ist diese Prüfung daher nicht möglich. Maßgeblich für Bürostühle ist stattdessen die DIN 66084, die das Brandverhalten von Polsterverbunden als Ganzes regelt. Sie testet, wie ein bezogener Stuhl auf eine Zündquelle wie Glut oder offene Flamme reagiert. Erst ein bestandener Test am kompletten Möbelstück sagt etwas über die tatsächliche Schwerentflammbarkeit aus.
Wir bieten geprüfte Qualität
Wir von Klampermeier arbeiten seit Jahrzehnten mit namhaften Herstellern zusammen, die für ihre Bürostühle entsprechend geprüfte und zertifizierte Stoffe und Polster im Programm haben. Auf Wunsch legen wir Ihnen die passenden Prüfzertifikate vor. Gerade bei öffentlichen Ausschreibungen oder Bauvorhaben mit festen Brandschutzauflagen ist dieser Nachweis oft Voraussetzung für die Abnahme.
Brandschutz in der Büroplanung
Schwer entflammbare Bürostühle sind meist der erste Gedanke, wenn es um Brandschutz im Büro geht – aber bei Weitem nicht der einzige Baustein. Auch Bodenbeläge in notwendigen Treppenräumen und Fluren müssen je nach Landesbauordnung mindestens schwerentflammbar sein, und Raum-In-Raum Systeme oder Trennwände brauchen häufig einen eigenen Brandschutznachweis.
Wenn wir ein Büro neu planen oder umgestalten, denken wir diese Punkte von Anfang an mit und vermeiden so hohe Kosten durch eine spätere Nachrüstung. Für Bereiche, die wir nicht selbst abdecken, empfehlen wir auf Wunsch gerne die passenden Kontakte und koordinieren die verschiedenen Gewerke für eine bestmögliche Umsetzung.
Beratung, die zu Ihrem Projekt passt
Wir sind der richtige Ansprechpartner für Ihr Projekt, denn wir kümmern uns sowohl um ein einzelnes Konferenzzimmer als auch um die komplette Neuausstattung eines Bürogebäudes. Dabei finden wir gemeinsam mit Ihnen heraus, ob und wo erhöhte Brandschutzanforderungen für Ihre Möbel gelten. Unser Ziel ist, Sitzmöbel zu finden, die die Vorschriften erfüllen und zu Ihrem Raumkonzept passen.
Vereinbaren Sie einen Termin in unserer Ausstellung in Bremen. Auf Wunsch beraten wir Sie auch direkt in Ihrem Büro.